TikTok erklärt seinen Für-Dich-Feed
TikTok veröffentlicht eine offizielle Erklärung zur Funktionsweise seines Empfehlungssystems « Für Dich » (Interaktionen, Videoinformationen, Kontoeinstellungen).
Kernpunkte
- TikTok legt zum ersten Mal die Signale des Für-dich-Feeds dar: Nutzerinteraktionen, Videoinformationen und Konto-/Geräteeinstellungen.
- Die Interaktionen (vollständiges Ansehen, Likes, Shares, Kommentare, gefolgte Konten) wiegen schwerer als die passiven Signale.
- Die Zahl der Abonnenten und die bisherige Leistung eines Kontos sind keine direkten Empfehlungsfaktoren.
- Jedes Video wird nach seinen eigenen Verdiensten bewertet, was es einem neuen Konto ermöglicht durchzubrechen.
Analyse
Mit der Veröffentlichung dieser offiziellen Erklärung bestätigt TikTok ein Verteilungsmodell, das eher auf den Inhalt als auf die Bekanntheit des Kontos ausgerichtet ist. Das System testet jedes Video bei einem kleinen Publikum und erweitert dann die Reichweite, wenn die Engagement-Signale, insbesondere die Abschlussrate, gut sind.
Für eine Marke bedeutet das, dass die Konstanz und die Qualität jeder Veröffentlichung mehr zählen als ein Bestand erworbener Abonnenten. Es ist eine Plattform, auf der die organische Entdeckung möglich bleibt, aber sie belohnt die fesselnden ersten Sekunden und das Ansehen bis zum Ende.
Was ist zu tun
- Die ersten drei Sekunden optimieren und eine hohe Abschlussrate anstreben: kurzes vertikales Format, sofortiger Aufhänger, Untertitel.
- Pro Video das Verhältnis Aufrufe/Abschluss und die Engagement-Rate verfolgen statt allein das Abonnentenwachstum.
- Durch regelmäßiges Veröffentlichen verschiedene Blickwinkel testen, da jedes Video vom Algorithmus unabhängig neu bewertet wird.
Bestätigt, dass die Reichweite vor allem vom Engagement abhängt und nicht von der Zahl der Follower. Der Inhalt zählt.